Drucklabor

Drucklabor

Das Drucklabor hat einen dreistufigen Aufbau, in dem alle gängigen Druckverfahren (Offsetdruck, Tiefdruck, Siebdruck, Flexodruck, Inkjet) von kleinsten Mengen bis hin zu produktionsnahen Bedingungen untersucht werden können. Die drucktechnische Ausstattung ist in einem dreistufigen Konzept realisiert. Die erste Stufe bilden Bedruckbarkeitsgeräte, mit denen einfache Andruckversuche mit meist unstrukturierten Druckformen durchgeführt werden. Der Vorteil dieser Maschinen ist, dass mit geringsten Fluid- und Substratmengen erste Versuchsreihen durchgeführt werden können. Die zweite Stufe beinhaltet Labordruckmaschinen mit Substratgrößen im Bereich von DIN A4. Hier werden Fluidmengen im Bereich von wenigen 100 ml benötigt. Es können weitergehende Erkenntnisse über den Druckprozess gewonnen werden, da Einflüsse durch kontinuierlichen Betrieb oder Bogenlauf auch berücksichtigt werden können. Die dritte Stufe bietet eine produktionsnahe Umgebung, in der Prozesse auf einer umgebauten Produktionsmaschine getestet werden können. Hierzu sind Fluidmengen im Litermaßstab und Substrate in Rollenware notwendig.

Im Themenbereich der additiven Fertigung, weit verbreitet als 3D-Druck bezeichnet, steht eine beständig wachsende Laborausstattung zur Verfügung. Hier werden verschiedene Fertigungsmethoden mit unterschiedlichen und hybriden Maschinen abgedeckt.

Zusätzlich zur eigentlichen Drucktechnik sind diverse Peripheriegeräte zur Vor- und Nachbehandlung der Druckproben vorhanden. Die Druckversuche der Stufen 1 und 2 können entweder in unserem Technikum unter UV- Schutzbedingungen oder im Klimalabor mit zusätzlicher Kontrolle der Umgebungsbedingungen durchgeführt werden.

Labordruck Bedruckbarkeit Inline-Druck
3D-printing Climatized room Peripheral devices

Bedruckbarkeitsgeräte

Für kleinste Mengen an Fluid und Bedruckstoff stehen am IDD Bedruckbarkeitsgeräte für alle gängigen Druckverfahren zur Verfügung. Mit diesen Geräten lassen sich erste Materialtests durchführen und Rückschlüsse auf die Bedruckbarkeit und Filmbildung können gezogen werden. Zusätzlich lassen sich in kleinem Maßstab Maschinen- und Druckformparameter ermitteln, die für Versuche auf Labordruckmaschinen übertragen werden können.

Das Inkjet Drucksystem DMP-2831 arbeitet auf Grundlage der „Drop on Demand“ Technologie und dient zur Prüfung der Bedruckbarkeit auf unterschiedlichsten Materialien. Die Anpassung der technischen Druckparameter an die Eigenschaften des Fluids und die Kontrolle der austretenden Tropfen durch ein integriertes Kamerasystem erlauben den Einsatz einer Vielzahl von industriellen und selbstentwickelten Fluiden.

Technische Spezifikationen:

  • Druckformat: A4
  • Substratstärke: bis 50 mm
  • Auflösung: 200 – 5000 dpi
  • Temperierung: bis 60°C

Der Superproofer ist eine Labortiefdruckmaschine mit exzellenter Registergenauigkeit +- 10 µm. Ermöglicht wird dies durch ein Antriebskonzept mit Einzelantriebstechnologie. Bedruckbar sind flexible Substrate wie Folie und Papier, sowie starre Substrate wie Glas und Siliziumwafer. Der Substrattransport ist shuttlebasiert. Druckformen werden in Sleevetechnologie ausgeführt und sind in verschieden Gravurverfahren herstellbar. Der Fluid-bzw. Substratverbrauch ist mit ca. 1ml sehr gering. Druckparameter, welche die Druckqualität beeinflussen wie Presseurdruck, Rakeldruck, Rakelwinkel und Druckgeschwindigkeit, sind in einem weiten Bereich einstellbar.

Technische Spezifikationen:

  • Bedruckbare Fläche: 150 mm x 50 mm (L x B)
  • Druckgeschwindigkeit: 0,3 – 3,5 m/s
  • Presseurdruck: bis zu 16 N/mm
  • Rakeldruck: bis zu 2 N/mm
  • Registergenauigkeit: < 10 µm
  • Substrate: Folie, Glas, Siliziumwafer, Papier, Pappen, etc…

GT+W Superproofer

Mit der IGT F1 können im Flexodruckverfahren, Bedruckbarkeitstests auf flexiblen und biegesteifen Materialien erfolgen. Für die Untersuchungen stehen Rasterwalzen mit unterschiedlichen Schöpfvolumen und Rasterungen zur Verfügung. Alle gängigen Arten von Flexodruckformen können verwendet werden.

Technische Spezifikationen:

  • Substrate: Papier, Pappe, Folien, Siliziumwafer, Glas
  • Druckgeschwindigkeit: 0,2 – 1,5 m/s
  • Druckbreite: bis 40 mm
  • Drucklänge: bis 530 mm
  • Druckkraft: 10 – 500 N

Mit der IGT G1-5 lassen sich kleine Substrate im Tiefdruckverfahren bedrucken. Der Tiefdruckzylinder rollt auf einem flachen Substratträger ab. Dies ermöglicht neben dem Einsatz flexibler Substrate, auch ein Bedrucken fester Materialien mit bis zu 4 mm Dicke. Die Geschwindigkeit lässt sich in 5 und der Anpressdruck in 18 verschiedenen Stufen einstellen.

Technische Spezifikationen:

  • Druckgeschwindigkeit: 0,2 – 1,0 m/s
  • Druckkraft: 100 – 1000 N
  • Format: 45 x 200 mm

Das Bedruckbarkeitsprüfgerät AIC2-5 dient zur Prüfung der Bedruckbarkeit von flexiblen Substraten wie Folie und Papier mit Offsetdruckfarben. Es können sowohl konventionelle als auch UV härtende Offsetdruckfarben getestet werden.

Technische Spezifikationen:

  • Druckgeschwindigkeit: 0,2 – 5 m/s
  • Substratstärke: < 4 mm
  • Druckkraft: 50 – 1000 N

Mit diesem Probeandruckgerät lassen sich unterschiedliche Substrate wie Folien oder Papier im Tief- und Flexodruckverfahren bedrucken. Das Gerät hat eine flache Druckform, die mittels eines fahrbaren Schlittens abgedruckt wird. Der Schlitten kann mit einem Tiefdruck- oder einem Flexodruckaufsatz bestückt werden. Der Rakelwinkel, sowie Rakel- und Presseurdruck können verändert werden. Die Geschwindigkeit lässt sich über ein Potentiometer in 10 Stufen einstellen.

Technische Spezifikationen:

  • Druckgeschwindigkeit: 0,1 – 0,8 m/s
  • Format: 220 x 130 mm
  • Fluidmenge: 1 – 2 g

Mit diesem Handdruckgerät kann man schnell und wirtschaftlich verschiedene Substrate auf Basis des Flexodruckverfahrens bedrucken. Bei einem Fluidauftrag von 2 bis 3 ml lassen sich Substrate mit einer Länge von 50 bis 70 cm beschichten. Der Druck zwischen Rasterwalze und Gummiwalze lässt sich über zwei Mikrometerschrauben einstellen.

Labordruckgeräte

Für Druckversuche mit Substraten im Bereich von DIN A4 werden am IDD Labordruckmaschinen verwendet. Im Gegensatz zu den Bedruckbarkeitsgeräten zeichnen sich die Labordruckmaschinen durch eine wesentlich aufwendigere Bauweise aus. Sie enthalten oft Baugruppen, die auch für Produktionsmaschinen verwendet werden, wie z.B. Bogenführung. Zusätzlich ist teilweise ein Betrieb unter Fortdruckbedingungen möglich. Mit diesen Maschinen können außer Flächen auch komplizierte Strukturen gedruckt werden, was die Produktion von Demonstratoren ermöglicht.

Die FLP-21 ist eine Laborflexodruckmaschine zum Bedrucken von unterschiedlichen Substraten im DIN A4 Format. Für den Druckprozess sind verschiedenste Druckfluide, Bedruckstoffe und Druckformenmaterialien geeignet.

Technische Spezifikationen:

  • Substrate: Papier, Pappe, Folien
  • Druckgeschwindigkeit: bis 1,5 m/s
  • Druckbreite: bis 210 mm
  • Drucklänge: bis 300 mm
  • Rasterwalzen: 60 – 500 L/cm (60°)

Die Prüfbau FT150 ermöglicht es, funktionale Materialien mit zwei unterschiedlichen Druckverfahren zu prozessieren. Das Druckformat beträgt dabei 150mm x 300mm.

Die FT150 ist die weltweit einzige Druckmaschine, welche die Funktion bietet, im Druckwerk und im Anleger unter gesättigter Lösemittelatmosphäre die Lösemittelverdunstung gezielt einstellen zu können.

Der verwendete Prozess basiert dabei auf einem manuellen Bogen-zu-Bogen-Trägersystem, welches mit unterschiedlichen Substraten beladen werden kann. Die Substrate können sowohl flexibel, als auch starr sein. Um auch kleine Mengen in der Prozessentwicklung verwenden zu können, bietet die Maschine die Möglichkeit direkt auf das Mindermengenrakel zu dosieren (ca. 2ml). zusätzlich kann auch aus der Tauchwanne dosiert werden (ca. 40ml).

Technische Spezifikationen:

  • Drucken unter gesättigter Lösemittelatmosphäre
    • Toluol
    • Anisol
    • o-Xylol
    • Methyl-Ethyl-Keton
    • Methylbenzoat
    • Ethylenglycol
    • Isopropanol
    • Aceton
    • Tetrahydrofuran
    • Chlorbenzol
    • o-Dichlorbenzol
    • Wasser
  • Temperierbare Druckwalzen im Bereich von -15°C bis 50°C
  • Formatbreite: 150mm x 300mm
  • Druckgeschwindigkeit: 0,3m/s – 3m/s
  • Drucken auf starre & flexible Substrate
  • Tief- und Flexodruck
  • Registergenauigkeit: < 100µm

Die Flexodruckmaschine F500 druckt mit einem runden Druckformzylinder auf ein flach auf einem Vakuumtisch positioniertes Substrat. Sie bietet einen steifen und gut zugänglichen Maschinenaufbau, bei dem alle Zustellungen im Druckwerk einzeln vorgenommen und über Sensoren überwacht werden können.

So können die Anstellung der Rasterwalze zum Druckformzylinder und die des Druckformzylinders zum Substrat auf Antriebs- und Bedienerseite getrennt erfolgen. Ebenso kann das Seiten- und Längsregister zur Substratpositionierung eingestellt werden.

Technische Spezifikationen:

  • Substrate: Papier, Pappe, Folien, Siliziumwafer, Glas bis 10 mm Dicke
  • Druckgeschwindigkeit: 0 – 20 m/min
  • Druckbreite: bis 500 mm
  • Drucklänge: bis 500 mm

Mit dieser Einfarbentiefdruckmaschine lassen sich Substrate unter realen Druckbedingungen bedrucken. Der Druckzylinder überträgt die Fluide auf einen flachen Substratträger, der zusätzlich mit einem runden Gegendruckzylinder unterstützt wird. Rakeldruck, Rakelwinkel und Presseurdruck können variiert werden. Die Geschwindigkeit wird über einen Drehregler gesteuert und lässt sich über eine Anzeige überwachen.

Technische Spezifikationen:

  • Druckgeschwindigkeit: 0,01 – 4,2 m/s
  • Druckkraft: 0 – 250 N/cm
  • Rakeldruck: 1 – 8 N/cm
  • Rakelwinkel: 65° – 85°
  • Format: 120 x 360 mm

Auf der Rollenprobedruckmaschine von Saueressig kann Papier oder Folie als Rollenware mit maximal 60 m/min Bahngeschwindigkeit im Tiefdruckverfahren bedruckt werden. Farbwanne und Formzylinder sind beheizbar. Die oszillierende Rakel lässt sich mit variablem Druck an den Formzylinder anstellen, ebenso der Formzylinder an den Presseur. Die Maschine ist mit einer zusätzlichen Warmlufttrocknung (Heizleistung 3 kW) ausgestattet.

Technische Spezifikationen:

  • Rollenbreite: bis 180 mm
  • Bahngeschwindigkeit: bis 60 m/min

Die IDD-Tampondruckmaschine ist auf Basis einer Industriemaschine entwickelt und gebaut worden. Sie wurde verfahrenstechnisch optimiert und für die Untersuchung der Einflussfaktoren auf den indirekten Tiefdruck weiterentwickelt. Die hochpräzisen Kollmorgen Servoantriebe in Kombination mit einem National-Instruments cRIO-System und der LabVIEW-Software mit einer grafischen Benutzeroberfläche ermöglichen eine hohe Wiederholgenauigkeit und eine breite Palette von unterschiedlichen variierbaren Druckparametern. Zusätzlich können die Substrat-Kraft, Druckplatten-Kraft und Druck-Geschwindigkeit gemessen werden. Die IDD-Tampondruckmaschine kann für Bedruckbarkeitstests auf verschiedenen Substraten mit verschiedenen Formen und Dicken verwendet werden. Neben der Druckkraftsteuerung auf dem Vakuumtisch können andere Druckparameter wie Geschwindigkeit, Druck-Zeit, Tintenabsorptionszeit des Klischees und die Kraft gesteuert werden. Die Servoantriebe können lineare oder nichtlineare Rampengeschwindigkeiten fahren.

Technische Spezifikationen:

  • Max. Druckkraft: 980N
  • Vertikale Zylindergeschwindigkeit linear & nichtlinear: 660mm/s
  • Horizontale Zylindergeschwindigkeit linear & nichtlinear: 270mm/s
  • Klischeegröße: 100 x 210 mm
  • Druckbildgröße: max. Ø 80mm
  • Antrieb: Elektromechanisch
  • Justierbarer Vakuumtisch

Die Druckmaschine der Baureihe K15 dient zum Bedrucken von flachen Materialien mit Fluiden mittlerer bis hoher Viskosität. Die gesamte Siebrahmenhalterung kann translatorisch (x,y) und rotativ justiert werden. Weitere Parameter wie Rakelwinkel, Rakeldruck, Druckgeschwindigkeit und Absprung können variiert werden.

Technische Spezifikationen:

  • Druckgeschwindigkeit: 0.1 – 1.0 m/s
  • Bedruckbare Fläche: 120 x 120 mm

Die Rotaprint R38 ist eine Einfarben-Offsetdruckmaschine mit Kurzfarbwerk. Farb- und Feuchtwerk sind so konstruiert, dass Schablonieren ausgeschlossen wird. Zudem ist durch die Verreibung, der Kanalschlag kaum sichtbar. Es können oxidativ wegschlagende Druckfarben verdruckt werden. Ein Puderbestäuber ist integriert.

Technische Spezifikationen:

  • Max. Papierformat: 356 x 510 mm
  • Min. Papierformat: 148 x 105 mm
  • Grammatur: 30 – 350 g/m²
  • Bedruckbare Fläche: bis 331 x 485 mm

Die Bogen-Offsetdruckmaschine Quickmaster verfügt über zwei Farbwerke und einen automatischen Platteneinzug.

Technische Spezifikationen:

  • Max. Bedruckstoffgröße: 340 x 460 mm
  • Min. Bedruckstoffgröße: 89 x 140 mm
  • Bedruckstoffdicke: 0,04 – 0,3 mm
  • Plattengröße: 340 x 505 mm
  • Plattendicke: 0,1 – 0,2 mm

Mit der Heißprägemaschine Geba 6 von Baier lassen sich verschiedenen Folien durch Einwirkung von Druck und Hitze auf Substrate (bis Format DIN A4) übertragen. Parameter wie Prägedruck, Prägetemperatur und Prägezeit lassen sich einstellen. Die Maschine verfügt über ein Folienvorschubsystem, Druck- und Temperaturmesssysteme und einen automatischen Präzisionsschiebetisch. Das Gerät wird hauptsächlich zum Prägen von elektrisch leitenden Materialien auf Folien (Folien-Substrat) verwendet.

Technische Spezifikationen:

  • Prägekraft: 0 – 40 kN
  • Prägefläche: 210 x 300 mm
  • Prägezeit: 0 – 9,9 s
  • Heizleistung: bis 3,3 kW

Inline Druckmaschine

Die dritte Stufe des Drucklabors umfasst die industrielle Produktion von Druckprodukten mit allen konventionellen Druckverfahren. Haben sich Druckversuche auf den Bedruckbarkeitsgeräten und Labordruckgeräten für bestimmte Materialien bewährt, so können diese Versuche in einem Inlineprozess durchgeführt werden

In der industriellen Produktion wird die Gallus RCS 330 hauptsächlich im Etikettendruck eingesetzt. Die speziell für das Drucken funktionaler Schichten konfigurierte Gallus RCS 330-HD ist in ihrer Form aufgrund folgender Besonderheiten weltweit einmalig. Alle vorhandenen Druckverfahren (Flexo-, Tief-, Sieb-, Offset- und InkJet-Druck) sind gleichzeitig einsetzbar und in ihrer Reihenfolge modular vertauschbar. Dadurch ergeben sich – ohne den Einsatz von wasserlosen und konventionellen Offsetdruck zu unterscheiden – 325 verschiedene Maschinenkonfigurationen. Einen weiteren Freiheitsgrad stellt der mögliche Einsatz verschiedenster Druckfarben bzw. Materialien dar. Eine „Leereinheit“ nach allen Druckwerken bietet zusätzlich zur serienmäßigen UV-Härtung die Möglichkeit einer vorherigen Heißluft/IR-Trocknung ohne Bahnlaufänderung.

Technische Spezifikation:

  • Gesamtlänge: 15 m
  • Gesamtmasse: 26,6 t
  • Wirkleistung: 50 kW
  • Format der Druckverfahren: 18 Zoll (möglich 12 – 24 Zoll)
  • Bahnbreite: 160 – 330 mm
  • Bedruckstoffdicke: 10 – 400 μm
  • Bahngeschwindigkeit: 1 – 160 m/min
  • Antriebstechnik: Servo Direktantrieb aller Druckzylinder
  • Leistung UV-Trocknungssystem: 200 W/cm
  • Leistung des Heißluft/IR-Trocknermoduls: 24 kW

Druckverfahren:

  • Flexodruckwerk: Einsatz flacher Klischees und Sleeve-Technik
  • Offsetdruckwerk: konventioneller und wasserloser Offsetdruck
  • Siebdruck: rotativer Siebdruck
  • Tiefdruck: Rakeltiefdruck
  • InkJet: zusätzlich installiertes Gerät

Dieser Maschinentyp von KBA MePrint ist eine von der Industrie zum Bedrucken von CD/BD´s verwendete Produktionsmaschine. Die speziell konfigurierte Premius druckt mit runden Formzylindern auf ein flach liegendes, auf einem Vakuumtisch positioniertes Substrat. Ausgestattet ist die Maschine mit zwei wasserlosen Offsetdruckwerken und ist in der Druckwerkkonfiguration im Vier-Zylinder-System mit zonenschraubenlosen Kurzfarbwerken konfiguriert. Die Farbgebung wird über Temperatur gesteuert und somit über die Druckbreite konstant gehalten.

Die integrierten Flexo-, sowie Tiefdruckwerke sind mit Kammerrakeln ausgestattet, welche den Einsatz verschiedenster Druckfluide in Kleinstmengen ermöglichen.

Das Flachsiebdruckwerk dient zum Bedrucken von flachen Materialien mit Fluiden mittlerer bis hoher Viskosität. Der Siebrahmen kann translatorisch (x,y) und rotativ verstellt werden. Rakelwinkel, Rakeldruck und Absprung können variiert werden.

Technische Spezifikationen:

  • Bedruckbare Fläche: 297 mm x 120 mm (L x B)
  • Druckgeschwindigkeit: bis zu 2 m/s
  • Trocknung: UV, optional IR / Heißluft
  • Substrate: CD, BD, Folie, Glas, Siliziumwafer, Papier, Pappen, etc…

KBA-MePrint Premius

Die Bielomatik Smart-Web ist eine Rolle-zu-Rolle Anlage, die zum Signieren von Etiketten und zum Ausschleusen von Fehletiketten verwendet wird.

Ausgestattet ist die Bielomatik Smart-Web mit einem Inkjet-System auf Basis des Fixed Line 70 Druckkopfs von Linoprint. Mit diesem Druckkopf, lassen sich Substrate bis zu 70 mm Breite mit UV Farbe bedrucken. Die Trocknung der UV Farbe wird anschließend mit einer LED UV-Trocknereinheit durchgeführt.

Technische Spezifikationen:

  • Bahnbreite Bielomatik: max. 115 mm
  • Bahngeschwindigkeit Bielomatik: bis zu 1 m/s
  • Druckgeschwindigkeit Fixed Line: bis zu 0,5 m/s
  • Etikettenbreite Fixed Line: 20 – 44 mm
  • Etikettenlänge Fixed Line: 10 – 22 mm
  • Verarbeitungsbreite Fixed Line: 22 – 101,6 mm
  • Etiketten Pitch Fixed Line: 13,4 – 25,4 mm

LinoPrint

Peripheriegeräte

Zur erfolgreichen Produktion eines Druckprodukts sind außer dem eigentlichen Druckvorgang sind noch weitere Schritte vor und nach dem Drucken notwendig. Zur Verbesserung der Benetzungseigenschaften von Substraten sind verschiedene Vorbehandlungsmethoden vorhanden. Die bedruckten Bogen können auf verschiedenen Rüttlern ausgerichtet, und danach geschnitten werden. Ein Trockner ermöglicht das Aushärten verschiedener Farbtypen mit allen gängigen Verfahren. Zur Erzeugung von Referenzschichten steht ein Spin- Coater zur Verfügung.

Mit dem Cressington Sputter Coater 108 auto/SE können Proben bis zu einer Größe von 150 mm Durchmesser beschichtet werden. Dabei kommt eine Niederspannungsplasmaquelle mit magnetischer Abschirmung zum Einsatz, um die Proben vor thermischen Einflüssen zu schützen. Es können beliebige Schichtdicken zwischen 0 und 100 nm erzeugt werden. Als Materialien stehen Gold und Silber am IDD zur Verfügung. Bei Bedarf können noch weitere Materialien wie Platin, Kupfer oder Materialmischungen verarbeitet werden. Der Plasmastrom kann zwischen 0 und 40 mA gewählt werden. Das beschichten erfolgt unter Argonatmosphäre, deren Druck von 0,01 bis 0,2 mbar gewählt werden kann. Der Probenabstand kann eingestellt werden. Mittels einer Maske können strukturierte Schichten erzeugt werden.

Zur Überwachung der Schichtdicke ist ein Schichtdickenmessgerät MTM 10 angeschlossen.

Der am IDD vorhandene Planschneider Perfecta 132 TS hat eine Schneidbreite von 132 cm und ist somit bis zum Format B1 einsetzbar.

Technische Spezifikationen:

  • Schnittbreite: 1320 mm
  • Einlegetiefe: 1320 mm
  • Einsatzhöhe: max. 165 mm
  • Presskraft: 2,5 – 45 KN
  • Restschnitt, ohne Abdeckblech: 20 mm

Perfecta 132 TS

Mit dem Druckformmontagegerät können auf unterschiedliche Druckformzylinder fotopolymere sowie elastomere Druckformen montiert werden. Zur genauen Positionierung wird der Druckformzylinder in dem Gerät appliziert. Die rotative und seitliche Nullmarke am Zylinder mit Hilfe von Kameras mit Fadenkreuzen erfasst werden. Im Kontrollsystem wird die Position für die zu montierende Druckform und die auf der Druckform zusätzlich zum Druckbild vorhandenen Hilfselemente eingepflegt. Dann werden der Zylinder und die Kameras zu diesen Positionen bewegt und die Druckform kann exakt montiert werden.

Technische Spezifikationen:

• Max. Zylinderlänge: 1320 mm

• Max. Abwicklung: 1016 mm

• Genauigkeit: +/- 10 µm

Der Spin-Coating-Prozess ist eine Aufschleuderbeschichtung, mit der sich extrem genaue Schichtdicken im Nanometerbereich aufbringen lassen. Auf ein rotierendes Substrat wird manuell ein Fluid dosiert. Die Drehzahl, üblicherweise im Bereich von 500 bis 4000 U/min, bestimmt dabei die sehr exakte Endschichtdicke. Der manuelle Spin-Coater POLOS MCD200-NPP von SPS-Europe (APT) verfügt über einen Mikroprozessor, einen Programmspeicher für maximal 50 Rezepte, einen Drehzahlbereich von 1 – 10.000 U/min und fasst Substrate mit einem Durchmesser von bis zu 260 mm. Verschiedene Vakuumhalter erlauben die Aufnahme von Folien oder festen Substraten wie z.B. Glas.

Die Corona- und Plasmaanlage wird zur Druckbogenvorbehandlung eingesetzt, um die Hafteigenschaften (Erhöhung der Oberflächenenergie) von polymeren Filmen und Folien zu verbessern, bevor diese bedruckt werden. Es können Proben bis 30 cm Breite behandelt werden.

Ferner steht zur Plasmabehandlung kleinerer Substrate eine AFS G05 Plasma-Torch zur Verfügung, die auch getrennt von der Coronaanlage betrieben werden kann.

Die Trocknungsanlage besteht aus einer kombinierten Warmluft-/IR-Einheit und einer UV-Polymerisationsanlage. Die Trockner können einzeln zur Wärme- und Infrarottrocknung, UV-Härtung oder zur Kombinationstrocknung in beliebiger Zusammenstellung betrieben werden.

Novacentrix PulseForge 1200 ist eine Laboranlage für die photonische Nachbehandlung und Sinterung. Durch gepulste photonische Behandlung lassen sich gedruckte metallische Schichten auf Niedrigtemperatur-Substraten, wie Folien, sintern. Der PulseForge 1200 wurde europaweit erstmalig an der TU Darmstadt im Jahr 2013 installiert.

Technische Spezifikationen:

  • Maximale eingestrahlte Energie = 21 J/cm²
  • Maximale Prozessgeschwindigkeit = 30 m/min
  • Maximale Probenfläche = 300 x 150 mm
  • Emissionsspektrum = 200-1.500 nm
  • Pulslängenbereich = 25-10.000 µs

Umlufttrockner für Beschichtungsstoffe vom Typ VTL. Die turbulente Umströmung innerhalb der Trockenkammer sorgt für eine gute und räumliche gleichmäßige Wärmeübertragung auf das Beschichtungsgut. Aus dem Umluftvolumenstrom wird ständig eine definierte Menge an Abluft über den zusätzlichen Ventilator abgeführt und durch den erzeugten Unterdruck neue Luft zugeführt. Somit wird das entstehende Dampf-/Luftgemisch unterhalb der unteren Explosionsgrenze gehalten.

Technische Daten:

  • Innenmaße: 600/900/600 mm B/H/T
  • Tragfähigkeit Innen: 150kg, Boden nicht belastbar
  • Mindestabluft-Volumenstrom: 138 m³/h
  • Reduzierter Abluftvolumenstrom: 35 m³/h
  • Gesamtdampfraum: 0,502 m³
  • Nenntemperatur: 250 C°
  • Temperaturbegrenzer: 350 C°

Mit dem automatischen Filmziehgerät von Zehntner ist es möglich, Fluidfilme mit unterschiedlichen Beschichtungsverfahren aufzubringen. Diese Fluidfilme werden zur Materialcharakterisierung, als Referenz oder zur Herstellung von Bauteilen eingesetzt. Flexible Folien, Papier oder biegesteife Materialien wie Blech oder Glas können beschichtet werden. Die Beschichtungsgeschwindigkeiten können zwischen 0,005 und 0,5 m/s eingestellt werden, eine integrierte Heizplatte (bis 150 °C) ermöglicht eine Temperierung oder direkte Trocknung.

Der STR4 der Firma Baumann Maschinenbau Solms ist für Links- und Rechtsanlage geeignet und dient zum Glattstoßen und Auflockern von Druckbogen bei sehr einfacher Bedienung. Die Rüttelstärke ist durch verstellbare Rüttelscheiben einstellbar. Die Tischschräge ist stufenlos einstellbar.

Technische Spezifikationen:

  • Format: 740 x 1080 mm
  • Höhe min./max.: 700 / 870 mm
  • Gewicht: 68 kg

Der Schüttler 43 x 43 St der Firma MüRo ist für Links- und Rechtsanlage geeignet und dient zum Glattstoßen und Auflockern von Druckbogen bei sehr einfacher Bedienung. Die Rüttelstärke ist durch eine verstellbare Unwuchtmutter sowie eine regulierbare Geschwindigkeit des Motors einstellbar. Die Tischschräge ist stufenlos einstellbar.

Technische Spezifikationen:

  • Format: 430 x 430 mm
  • Höhe min./max.: 750 / 950 mm
  • Gewicht: 36 kg

Mit der halbautomatischen Niederdruck-Plasma Anlage Nano von Diener Electronic lassen sich Substrate jeglicher Art aktivieren, reinigen oder ätzen. Ein Hochspannungsgenerator mit einer Frequenz von 40 kHz und einer Leistung von maximal 1000 W erzeugt in einer Vakuumkammer, die bis zu DIN A4 große Substrate fasst, ein Plasma wahlweise mit Luft, Sauerstoff, Stickstoff oder Argon. Der typische Arbeitsdruck beträgt dabei 0,4 mbar. Für anschließende Druckprozesse lassen sich damit die Benetzungseigenschaften der Druckfluide auf dem Substrat erheblich verbessern. Organische Verunreinigungen werden nahezu vollständig entfernt.

Diese „kalte“ Strahlenquelle dient zur Bestrahlung kleiner Flächen mit hochintensiver UV-A Strahlung. Der Punktstrahler wird zur Härtung von UV-Farben der in den Bedruckbarkeitsgeräten hergestellten Druckproben verwendet und für die UV-Messzelle des Rheometers HAAKE MARS eingesetzt.

Technische Spezifikationen:

  • Strahlungsart: UV-A
  • Bestrahlungsstärke: bis 15.000 mW/cm³

Die Laseranlage ist eine Sonderfertigung der Firma KBA-Metronic GmbH für das IDD. Die Besonderheit der Anlage ist, dass zwei unterschiedliche Lasertypen in einer Box eingebaut und über ein Steuerungssystem bedienbar sind. Das Lasersystem F-9020 hat einen Faserlaser und kann vor allem für die Bearbeitung (Schneiden, Farbumschlag) der Metalle eingesetzt werden. Der eingebaute im K-1030 SHS System CO2-Laser wird meistens für die Strukturierung und Bearbeitung anderer Arten von organischer Stoffe und beschichteter Metalle verwendet.

Leistungsmerkmale:

  • Max. Leistung Faserlaser: 20 Watt.
  • Max. Leistung CO2-Laser: 30 Watt.
  • Max. Arbeitsfläche: 100×100 mm.