Forum organische Elektronik

Spitzencluster „Forum Organic Electronics“

Im Zuge der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlichten „Hightech-Strategie für Deutschland“ wurde im Jahr 2007 von der Bundesregierung der Spitzencluster-Wettbewerb ausgerufen. Das Spitzencluster „Forum Organic Electronics“ aus der Metropolregion Rhein-Neckar konnte sich in diesem Wettbewerb gegen 38 Clusterinitiativen durchsetzen.

Das Leitbild des Clusters lautet: „Organic Electronics – Electronics for Innovation and Growth in a Green Environment“.

Die organische Elektronik ermöglicht innovative Anwendungen in Bereichen, in denen elektronische Komponenten zu geringen Kosten und in großer Menge produziert werden müssen. Die gedruckte organische Elektronik bietet zahlreiche Vorteile, wie die ressourcenschonenden Herstellungsverfahren und eine vergleichsweise hohe Umweltverträglichkeit.

Ziel des Clusters ist die Weiterentwicklung der organischen Elektronik entlang der Wertschöpfungskette von der Materialentwicklung und Prozessentwicklung über die Konzeption neuer Devices bis hin zur Vermarktung von Anwendungen und Dienstleistungen.

In dem Cluster werden vier wichtige Anwendungsbereiche adressiert:

  • Organische Photovoltaik (OPV),
  • Organische Leuchtdioden (OLED),
  • Organische Sensoranwendungen (OSA) und
  • Organischen Schaltungen und Speicher (OSS).

Das Cluster besteht aus vielen starken Partnern wie den drei DAX-Unternehmen Merck, BASF und SAP. Desweiteren sind noch Heidelberger Druckmaschinen, Bosch, Freudenberg, Roche, EnBW, tesa scribos, Pepperl + Fuchs und Würth Solar beteiligt.

Das Cluster schöpft seine Stärke vor allem aus der Kombination der wirtschaftlichen Partner mit den Universitäten. Neben der Universität Heidelberg, der Universität Mannheim, der Hochschule Mannheim und dem KIT (Karlsruhe Institute of Technology) nimmt die Technische Universität Darmstadt eine Schlüsselrolle ein.

Die TUD ist mit fünf Instituten in dem Cluster beteiligt:

  • IDD (Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren),
  • IES (Fachgebiet Integrierte Elektronische Systeme),
  • SURFACE (Fachgebiet Oberflächenforschung)

Die ersten beiden Institute arbeiten im Projekt „Polytos“ zusammen. Das Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung neuer organischer Materialien, Konzepte und Herstellungsverfahren (Drucktechnologien) und Software für gedruckte organische Schaltungen mit Sensoren für Anwendungen im Verpackungsbereich.

Das IDD ist noch in drei weiteren Projekten des Clusters vertreten: NanoPEP, Kosadis und OLED.

Ziel des „NanoPEP“-Projekts ist die Entwicklung einer neuen Drucktechnologie, die die Herstellung funktionaler Präzisionsschichten ermöglicht, wie sie bei Anwendungen wie organischen Schaltungen, organischer Photovoltaik und organischen LEDs benötigt wird. Ziel des „Kosadis“ Projekts ist die Entwicklung einer druckbaren Ansteuerungselektronik für TFT-Displays. Ziel des „OLED“ Projekts ist die Entwicklung neuer druckbarer OLED-Materialien.

www.innovationlab.de

www.spitzencluster.de/