Biofabrication und 3D-Bioprinting

Der Begriff Biofabrication beschreibt die Entwicklung und Züchtung bioartifizieller, zellulärer Gewebe unter Einsatz unterschiedlicher biotechnologischer, biomedizinischer sowie material- und ingenieurwissenschaftlicher Methoden, Prozesse und Verfahren. Ein besonderer Schwerpunkt des Kurses liegt auf der Beschreibung und Anwendung von 3D-Bioprinting-Verfahren zur Biofabrikation.

Das 3D-Bioprinting ist ein additives Fertigungsverfahren zur Herstellung von lebendem Gewebe. Mit lebenden Zellen beladene Hydrogele werden schichtweise verdruckt, um eine Vorläuferstruktur zu generieren, die in nachfolgenden Kultivierungsschritten zu funktionellem, biologischen Gewebe heranreifen kann. Im Vergleich zu anderen Biofabrikationsverfahren, wie der Zellbesiedelung oder dem Abformen, verfügt das 3D-Bioprinting über einige Vorteile, die für die Herstellung komplexer Gewebe von Bedeutung sind. Hierzu zählen unter anderem die räumlich kontrollierte und reproduzierbare Platzierung verschiedener Biomaterialien und Zellen in einer biologischen Struktur sowie die Herstellung patientenindividueller 3D-Geometrien. Ein weiterer Vorteil liegt in dem hohen Grad der Automatisierbarkeit und Digitalisierung des Verfahrens.

Im Rahmen der Vorlesung werden die genannten Technologien systematisch erläutert, zugehörige Prozesse und Verfahrensabläufe detailliert aufbereitet und weiteres grundlegendes Wissen dieser innovativen Technologien im Bereich Bioprinting den Studierenden näher gebracht.

Vorlesung:

Biofabrication und 3D-Bioprinting
Turnus: Sommersemester
Wann und wo: Beginn 23.04.2020 (Do)
09:50 bis 11:30
vorerst online, sonst S110/103
wöchentlich
Dozent: Prof. Dr.-Ing. A. Blaeser
Sprache: deutsch
Zuordnung: Fachbereich Maschinenbau (FB 16)
Weitere Infos: Siehe TUCaN
Link zur Veranstaltung auf TUCaN